Prag lehnt das Verbot von Elektrotaxis ab: Der gesunde Menschenverstand überwindet die Frist 2030

Prag lehnt das Verbot von Elektrotaxis ab: Der gesunde Menschenverstand überwindet die Frist 2030
Michal B.
January 25, 2026
3 Minuten Lesezeit

Wenn du dir Sorgen gemacht hast, eine zu bekommen Uber oder Bolzen in Prag sollte es schon deutlich schwieriger (oder teurer) werden, da kann man aufatmen.

Diese Woche hat die Prager Stadtversammlung einen umstrittenen Vorschlag offiziell vom Tisch gefegt. Der Plan war gewagt — wohl zu gewagt. Er wollte bis 2030 alle Taxis mit Verbrennungsmotor verbieten und jeden einzelnen Fahrer dazu zwingen, in ein Elektro- oder Wasserstoffauto zu steigen.

Auf dem Papier klang es nett. Saubere Luft, ruhigere Straßen, eine futuristische Stadt. Aber in Wirklichkeit? Es wäre ein logistischer Albtraum gewesen. Zum Glück beschlossen die Vertreter der Stadt, auf die Bremse zu treten.

Warum das Verbot gescheitert ist

Der von der Piratenpartei befürwortete Vorschlag wurde von Anfang an heftig kritisiert. Das Hauptproblem war nicht das Ziel, sondern der Zeitplan.

Im Moment hat Prag einfach nicht die Stecker. Wir haben rund 700 Ladestationen in der Stadt, aber nur etwa 60 davon sind „Schnellladegeräte“. Stellen Sie sich 16.000 Taxifahrer vor, die sich jeden Tag um diese wenigen Stellen streiten. Es wäre Chaos.

Oppositionsparteien und sogar Koalitionspartner (SPOLU) argumentierten, dass die Infrastruktur einfach nicht bereit ist. Fahrer dazu zu zwingen, teure Elektroautos ohne Ladestation zu kaufen, würde wahrscheinlich Tausende von ihnen aus dem Geschäft drängen — und die Preise für den Rest von uns in die Höhe schnellen lassen.

Der Kompromiss: Sauberer, nicht nur elektrisch

Nur weil das strikte Elektrofahrverbot weg ist, heißt das nicht, dass die alten „Rauchschläger“ bleiben dürfen. Das Plenum hat einen vernünftigen Kompromiss gebilligt.

Beginnt in August 2027, alle in Prag verkehrenden Taxis müssen die Abgasnorm Euro 6d.

In einfachem Englisch? Ihr Taxifahrer benötigt ein Auto, das nach dem 1. Januar 2021 hergestellt wurde. Das ist eigentlich eine große Sache. Das Durchschnittsalter von Taxi in Prag im Moment sind es über 10 Jahre. Durch die Festlegung dieser Regel wird die Stadt effektiv die ältesten und dreckigsten Dieselautos von den Straßen tilgen, ohne dass alle gezwungen werden, einen Tesla zu kaufen.

Was das für Touristen bedeutet

Für Sie, den Besucher, sind das vor allem gute Nachrichten.

  1. Die Verfügbarkeit bleibt hoch: Da die Fahrer nicht zu massiven Investitionen gezwungen werden, sollten Apps wie Uber und Bolt mit vielen Autos weiterhin reibungslos funktionieren.
  2. Bessere Autos: Bis 2027 werden die „Beater“ -Autos weg sein. Sie werden in neueren, sichereren und saubereren Fahrzeugen fahren.
  3. Stabile Preise: Eine erzwungene Umstellung auf Elektrizität hätte mit ziemlicher Sicherheit die Tarife in die Höhe getrieben. Diese mildere Regulierung sollte die Preise wettbewerbsfähig halten.

Fazit

Wir sind alle für ein grüneres Prag. Die Luftqualität im Zentrum muss auf jeden Fall verbessert werden. Aber Tausende von funktionstüchtigen Autos zu verbieten, bevor die Ladestationen gebaut sind, fühlte sich an, als würde man das Pferd von hinten aufzäumen.

Diese Entscheidung fühlt sich an wie ein Gewinn für den gesunden Menschenverstand. Bis 2027 bringen wir neuere Autos auf die Straße, aber wir zerstören dabei nicht den Taximarkt. Also, nächstes Mal rufen Sie einen Fahrt vom Flughafen, Sie können sich darauf verlassen, dass es Sie nicht einen Haufen Geld kostet — zumindest nicht wegen des Motors unter der Motorhaube.

Michal B.
PragueGO, Writer and Guide

FAQs

Michal B.
Michal wurde in Prag geboren und lebt dort seit mehr als 30 Jahren. Seine Lieblingsviertel sind Brevnov und Hradcany. Obwohl er Prag sehr gut kennt, liebt er es, sich dort zu verirren und sich vorzustellen, er wäre ein Tourist. Michals Geheimtipp und Geheimtipp ist ein kleines Bistro hinter der Karlsbrücke namens ROESEL — Craftbeer & Cake.